Wertpapiere


Was macht man mit ererbten Wertpapieren?

Wertpapiere sind Urkunden, die für den Inhaber einen Wert verbriefen. Heutzutage bekommt man nur noch selten eine Papierurkunde in die Hand. Die meisten Wertpapiere werden von den Banken als Sammelurkunden verwahrt, und die Zuordnung zu den Inhabern erfolgt über die Datenbanken, in denen die Wertpapierdepots geführt werden.

Inhaltlich gibt es sehr unterschiedliche Arten von Wertpapieren, von konservativ bis hochspekulativ und von verlustträchtig bis hochprofitabel. Eine weitere Eigenschaft ist die Handelbarkeit. Nicht alle Wertpapiere können täglich an der Börse verkauft werden. Für manche gibt es überhaupt keinen Markt, sondern man muss das Laufzeitende abwarten und erhält erst dann die versprochene Auszahlung.

Ein ererbtes Wertpapierdepot sollte unbedingt durchforstet werden. Im guten Fall war die Zusammenstellung der unterschiedlichen Wertpapiere auf die persönliche Situation und den Anlagehorizont des Erblassers hin optimiert. Dann ergibt sich die Notwendigkeit zur Anpassung an die persönliche Situation und den Anlagehorizont des Erben bzw. der Erbin. In der Praxis finden sich in Wertpapierdepots, die über viele Jahre aufgebaut wurden, jedoch auch Papiere, die jedenfalls ausgetauscht werden sollen, da sie in ihrer jeweiligen Vergleichsgruppe ein unterdurchschnittliches Rendite-Risiko-Verhätnis aufweisen.

Weiters ist ein Wechsel der Depotbank anzuraten. Typischerweise war der Erblasser wenig internetaffin und führte sein Wertpapierdepot bei einer klassischen Filialbank. Gerade im Falle von Wertpapierdepots spart der Wechsel zu einer Direktbank ohne Filialen einiges an laufenden Kosten. Da jedoch auch für die Übertragung Spesen verrechnet werden, sollten die beiden Themen in Kombination bearbeitet werden: Erst die Analyse des Wertpapierbestands und die Entscheidung, welche Papiere behalten werden, und im nächsten Schritt die Auswahl der günstigsten Depotbank dafür. Nachdem die Direktbanken unterschiedliche Stärken betreffend die Art der Wertpapiere haben, ist auch diese Frage nicht allgemein zu beantworten und muss im Zuge einer individuellen Beratung geklärt werden.

Ich stehe gerne für eine solche Beratung zur Verfügung.

Ihr

Dr. Martin Manninger

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